Leckortung im Detail: Welche Verfahren es gibt – und wann sie sinnvoll sind

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Letzte Aktualisierung: 24. Februar 2026

 

Key Takeaways

Elektroimpuls-Verfahren ist die häufigste Methode für präzise Leckortung, besonders bei Flachdächern
Tracergas-Verfahren eignet sich optimal für entleerte Rohrleitungssysteme und komplexe Fälle
Akustische Methoden erkennen Wasseraustritt durch hochempfindliche Mikrofone und Verstärker
Thermografie visualisiert Temperaturunterschiede zur Identifikation von Leckstellen
Standardkosten liegen zwischen 200€ und 600€, komplexe Fälle können bis 2.000€ kosten
Dauer beträgt typisch 2-3 Stunden, die meisten Lecks werden binnen eines Tages lokalisiert
Professionelle Ausrüstung ist essentiell – Eigenortung wird nicht empfohlen
Methodenwahl hängt von Leckage-Art, Zugänglichkeit und baulichen Gegebenheiten ab

 

Quick Answer

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Die Leckortung im Detail umfasst hauptsächlich vier bewährte Verfahren: Elektroimpuls-Methode für Flachdächer, Tracergas-Verfahren für Rohrleitungen, akustische Ortung für Wasserlecks und Thermografie für oberflächliche Feuchtigkeitsschäden. Die Methodenwahl richtet sich nach Leckage-Typ, Zugänglichkeit und Kosten-Nutzen-Verhältnis. Professionelle Ortung kostet 200€ bis 2.000€ und dauert meist 2-8 Stunden.

 

Was ist Leckortung und warum sind detaillierte Verfahren notwendig?

Leckortung bezeichnet die technische Lokalisation von undichten Stellen in Rohrleitungen, Dächern oder anderen wasserdichten Systemen mittels spezialisierter Messverfahren. Moderne Leckortung im Detail erfordert präzise Verfahren, da versteckte Wasserschäden jährlich Milliardenschäden verursachen und frühzeitige Erkennung kostspielige Folgeschäden verhindert.

Warum reichen einfache Methoden nicht aus?

Herkömmliche Sichtprüfungen erkennen nur oberflächliche Schäden. Versteckte Lecks in Rohrleitungen, unter Estrichen oder in Flachdach-Konstruktionen bleiben unentdeckt, bis massive Wasserschäden entstehen. Professionelle Leckortungsverfahren lokalisieren Probleme zentimetergenau, bevor sichtbare Schäden auftreten.

Typische Anwendungsbereiche:

  • Flachdächer und Terrassen
  • Heizungs- und Sanitärleitungen
  • Fußbodenheizungen
  • Schwimmbäder und Wellness-Anlagen
  • Industrielle Rohrleitungssysteme


Die Investition in detaillierte Leckortungsverfahren amortisiert sich durch vermiedene Folgekosten wie Trocknungsmaßnahmen, Schimmelbeseitigung oder Gebäudesubstanz-Reparaturen.

 

Welche Leckortungsverfahren gibt es im Detail?

Die moderne Leckortung im Detail umfasst fünf Hauptverfahren, die je nach Anwendungsfall einzeln oder kombiniert eingesetzt werden. Jedes Verfahren hat spezifische Stärken und eignet sich für unterschiedliche Leckage-Typen.

 

Elektroimpuls-Verfahren (EFT)

Das Elektroimpuls-Verfahren ist die meistgenutzte Technik für präzise Leckalisation, insbesondere bei Flachdächern. Das Verfahren lokalisiert Defekte unter Belastung, ohne dass Kies oder Begrünung entfernt werden muss [1][3][6].

Funktionsweise:

  • Elektrische Impulse werden über die Abdichtung geleitet
  • Defekte Stellen zeigen veränderte Leitfähigkeit
  • Präzise Ortung auf wenige Zentimeter genau
  • Funktioniert auch unter Beschwerung und Begrünung


Vorteile:
Zerstörungsfreie Prüfung, hohe Genauigkeit, schnelle Durchführung
Nachteile: Nur für elektrisch leitfähige Abdichtungen geeignet

 

Tracergas-Verfahren

Das Tracergas-Verfahren nutzt ungiftige Gasmischungen (hauptsächlich Wasserstoff und Stickstoff), die in entleerte Rohrsysteme eingeleitet werden. Das Gas tritt an Leckstellen aus und wird von spezialisierten Sensoren detektiert [2].

Anwendungsschritte:

  1. Rohrleitungssystem entleeren und spülen
  2. Tracergas unter kontrolliertem Druck einleiten
  3. Systematische Oberflächenabsuche mit Gassensor
  4. Exakte Lokalisation der Austrittsstelle


Ideal für:
Erdverlegte Leitungen, Fußbodenheizungen, schwer zugängliche Rohrsysteme
Limitierung: Rohrsystem muss entleerbar sein

 

Akustische Ortungsmethoden

Akustische Verfahren erfassen Geräusche austretenden Wassers mittels hochleistungsfähiger Mikrofone und Verstärker. Selbst minimale Geräusche werden durch spezialisierte Ausrüstung verstärkt und lokalisiert [2].

Technische Komponenten:

  • Hochempfindliche Bodenmikrofone
  • Elektronische Verstärker mit Filterung
  • Korrelationsgeräte für präzise Ortung
  • Kopfhörer für Geräuschanalyse


Erfolgsfaktoren:

  • Ausreichender Wasserdruck im System
  • Minimale Umgebungsgeräusche
  • Erfahrener Techniker für Geräuschinterpretation


Wählen Sie akustische Ortung, wenn Wasserleitungen unter Druck stehen und andere Verfahren nicht anwendbar sind.

 

Thermografie-Verfahren

Thermografie visualisiert Temperaturunterschiede auf Oberflächen mittels Wärmebildkameras zur Identifikation von Leckstellen. Das Verfahren erkennt Feuchtigkeitsstellen durch charakteristische Temperaturabweichungen [2].

Messprinzip:

  • Infrarotkameras messen Oberflächentemperaturen
  • Feuchte Bereiche zeigen andere Temperaturwerte
  • Farbkodierte Darstellung der Temperaturverteilung
  • Dokumentation durch Wärmebilder


Optimale Bedingungen:
Temperaturdifferenzen zwischen innen und außen, trockene Witterung, gleichmäßige Oberflächenbeschaffenheit

Mehr Details zu thermografischen Untersuchungen finden Sie in unserem Thermografie-Bereich.

 

Kombinierte Verfahren

Rauchgas-Methoden werden in Kombination mit anderen Techniken für komplexe Fälle eingesetzt, um maximale Ergebnissicherheit zu bieten [3]. Die Kombination mehrerer Verfahren erhöht die Ortungsgenauigkeit und reduziert Fehldiagnosen.

 

Wann sind welche Leckortungsverfahren im Detail sinnvoll?

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Die Auswahl des optimalen Leckortungsverfahrens hängt von mehreren Faktoren ab: Leckage-Typ, bauliche Gegebenheiten, Zugänglichkeit und Kostenrahmen. Eine systematische Bewertung dieser Kriterien führt zur effizientesten Lösung.

 

Entscheidungskriterien für die Methodenwahl

Verfahren Optimal für Nicht geeignet bei Kosten
Elektroimpuls Flachdächer, Terrassen, Balkone Rohrleitungen, metallische Oberflächen 300-800€
Tracergas Rohrleitungen, Fußbodenheizung Nicht entleerbare Systeme 400-1200€
Akustik Druckleitungen, Wasserleitungen Drucklose Systeme, laute Umgebung 200-600€
Thermografie Oberflächenfeuchte, große Flächen Punktuelle Lecks, gleichmäßige Temperaturen 250-500€

 

Flachdach-Leckortung: Welches Verfahren wählen?

Elektroimpuls-Verfahren ist bei Flachdächern meist die erste Wahl, da es unter Beschwerung funktioniert und keine Demontage erfordert. Das Verfahren eignet sich als allgemeiner Ansatz, während Tracergas-Methoden für komplexere Fälle eingesetzt werden.

Wählen Sie Elektroimpuls bei:

  • Bekiesten oder begrünten Flachdächern
  • Bitumen- oder Kunststoffabdichtungen
  • Verdacht auf punktuelle Leckagen
  • Begrenztem Budget

 

Alternative Thermografie bei:

  • Großflächigen Feuchtigkeitsproblemen
  • Unklarer Schadensverteilung
  • Dokumentationsbedarf für Versicherung


Detaillierte Informationen zu Flachdachuntersuchungen bieten weitere Entscheidungshilfen.

 

Rohrleitungs-Leckortung: Tracergas oder Akustik?

Tracergas-Verfahren eignet sich optimal für entleerbare Systeme wie Heizungsleitungen oder Wasserleitungen außer Betrieb. Akustische Ortung ist ideal für wasserführende Leitungen unter Betriebsdruck.

Tracergas wählen bei:

  • Fußbodenheizungen
  • Erdverlegten Leitungen
  • Komplexen Rohrleitungsnetzen
  • Unklarer Leckage-Lokalisation


Akustische Ortung wählen bei:

  • Trinkwasserleitungen im Betrieb
  • Ausreichendem Wasserdruck (>2 bar)
  • Zugänglichen Leitungsverläufen
  • Zeitkritischen Reparaturen


Ein häufiger Fehler ist die Wahl akustischer Verfahren bei drucklosen Systemen – hier bleibt das Leck unentdeckt.

 

Kostenoptimierung: Wann lohnt sich welcher Aufwand?

Standardfälle mit klarer Leckage-Vermutung rechtfertigen einzelne Verfahren. Komplexe Schadensfälle erfordern oft Kombinationen mehrerer Methoden für zuverlässige Ergebnisse.

Kosteneffizienz-Regel: Beginnen Sie mit dem kostengünstigsten, erfolgversprechendsten Verfahren. Erweitern Sie bei unklaren Ergebnissen schrittweise um weitere Methoden.

Professionelle Ortung von Rohrleitungsschäden berücksichtigt diese Kostenaspekte systematisch.

 

Was kosten Leckortungsverfahren im Detail und wie lange dauern sie?

Die Kosten für Leckortung im Detail variieren erheblich je nach Verfahren, Komplexität und Zeitaufwand. Standardkosten liegen zwischen 200€ und 600€, wenn Lecks relativ schnell lokalisiert werden. Komplexe Fälle können bis zu 2.000€ kosten [2].

 

Detaillierte Kostenaufstellung

Elektroimpuls-Verfahren:

  • Standardortung: 300-500€
  • Komplexe Flachdächer: 600-1.200€
  • Zusätzliche Messpunkte: 50-100€ pro Punkt


Tracergas-Verfahren:

  • Einfache Rohrleitungen: 400-700€
  • Fußbodenheizungen: 600-1.000€
  • Mehrfache Gasfüllungen: +200-300€


Akustische Ortung:

  • Oberflächennahe Leitungen: 200-400€
  • Tieferliegende Rohre: 400-800€
  • Korrelationsmessungen: +150-250€


Thermografie:

  • Einzelraum-Untersuchung: 250-400€
  • Gebäude-Gesamtcheck: 500-1.500€
  • Detailaufnahmen: 50-100€ pro Bereich

 

Zeitaufwand und Durchführungsdauer

Die Dauer beträgt typisch 2-3 Stunden für Standardfälle. Komplexe Situationen können mehr Zeit erfordern, aber die meisten Lecks werden binnen eines Tages identifiziert [2].

Zeitplanung nach Verfahren:

  • Elektroimpuls: 1-3 Stunden für normale Flachdächer
  • Tracergas: 3-6 Stunden inklusive Vorbereitung
  • Akustik: 2-4 Stunden je nach Leitungslänge
  • Thermografie: 1-2 Stunden pro Gebäudebereich


Faktoren für längere Dauer:

  • Schwer zugängliche Bereiche
  • Mehrfache Leckstellen
  • Komplexe Rohrleitungsführung
  • Störende Umgebungseinflüsse


Planen Sie einen ganzen Tag ein, wenn mehrere Verfahren kombiniert werden oder umfangreiche Vorarbeiten nötig sind.

 

Kostenfaktoren und Preistreiber

Grundlegende Preisbildung:

  • Anfahrtskosten: 50-150€
  • Geräteeinsatz: 100-300€ pro Verfahren
  • Arbeitszeit: 80-120€ pro Stunde
  • Dokumentation: 50-100€


Zusatzkosten entstehen bei:

  • Wochenend- oder Notdienst (+50-100%)
  • Schwer zugänglichen Bereichen (+200-500€)
  • Mehrfachen Terminen (+Anfahrtskosten)
  • Umfangreicher Dokumentation (+100-300€)


Kostenersparnis durch:

  • Klare Schadensbeschreibung vorab
  • Gute Zugänglichkeit sicherstellen
  • Mehrere Bereiche in einem Termin prüfen
  • Frühzeitige Beauftragung (kein Notdienst)


Die Investition amortisiert sich durch vermiedene Folgeschäden, die oft das 10-50fache der Ortungskosten betragen.

 

Welche Grenzen haben Leckortungsverfahren im Detail?

Trotz fortschrittlicher Technik haben alle Leckortungsverfahren spezifische Limitierungen. Das Verständnis dieser Grenzen hilft bei realistischen Erwartungen und der Auswahl alternativer Ansätze bei schwierigen Fällen.

 

Technische Limitierungen einzelner Verfahren

Elektroimpuls-Verfahren Grenzen:

  • Funktioniert nur bei elektrisch leitfähigen Abdichtungen
  • Metallische Untergründe können Messungen verfälschen
  • Sehr kleine Lecks (<1mm) schwer detektierbar
  • Nasse Oberflächen reduzieren Messgenauigkeit


Tracergas-Verfahren Beschränkungen:

  • Rohrsystem muss vollständig entleerbar sein
  • Starker Wind kann Gasverteilung beeinflussen
  • Undichte Rohrkupplungen erzeugen Fehlsignale
  • Tieferliegende Lecks (>3m) schwer erreichbar


Akustische Ortung Limitierungen:

  • Erfordert ausreichenden Wasserdruck (>2 bar)
  • Umgebungsgeräusche stören Messungen
  • Sehr langsame Lecks erzeugen kaum Geräusche
  • Rohrmaterial beeinflusst Schallübertragung


Thermografie Einschränkungen:

  • Benötigt Temperaturdifferenzen >5°C
  • Oberflächenbeschaffenheit beeinflusst Messung
  • Sonneneinstrahlung verfälscht Ergebnisse
  • Nur oberflächennahe Feuchte detektierbar

 

Umgebungsbedingungen und Störfaktoren

Witterungseinflüsse:

  • Regen verhindert Thermografie-Messungen
  • Frost erschwert Tracergas-Anwendung
  • Starker Wind stört Gas- und Akustik-Verfahren
  • Extreme Temperaturen beeinflussen Gerätefunktion


Bauliche Hindernisse:

  • Stahlbeton reduziert Signalübertragung
  • Mehrschichtige Konstruktionen erschweren Ortung
  • Elektrische Installationen stören Messungen
  • Schwer zugängliche Bereiche limitieren Verfahrenswahl


Häufige Fehlinterpretationen:

  • Kondensfeuchte wird als Leckage gedeutet
  • Alte, bereits reparierte Lecks zeigen Restsignale
  • Rohrleitungsverbindungen erzeugen Störgeräusche
  • Temperaturschwankungen simulieren Feuchtestellen

 

Wann sind alternative Ansätze nötig?

Invasive Untersuchungen werden nötig, wenn zerstörungsfreie Verfahren an ihre Grenzen stoßen. Endoskopische Untersuchungen durch minimale Bohrungen ermöglichen direkte Sichtkontrolle.

Kombinierte Verfahren erhöhen die Erfolgsquote bei schwierigen Fällen:

  • Thermografie + Elektroimpuls für Flachdächer
  • Akustik + Tracergas für Rohrleitungen
  • Feuchtemessung + Endoskopie für Wandbereiche


Grenzen akzeptieren:
In etwa 5-10% der Fälle ist eine vollständige Leckortung nicht möglich. Dann sind pragmatische Lösungen wie großflächige Sanierungen wirtschaftlicher als weitere Suchversuche.

Die präzise Messtechnik moderner Geräte minimiert diese Grenzen, kann sie aber nicht vollständig eliminieren.

 

Wie wählt man den richtigen Leckortungs-Dienstleister aus?

Die Auswahl des richtigen Dienstleisters entscheidet maßgeblich über Erfolg und Kosten der Leckortung im Detail. Professionelle Ausrüstung ist essentiell, da Eigenortung von Lecks aufgrund der erforderlichen technischen Infrastruktur nicht empfohlen wird.

 

Qualifikationskriterien für Fachbetriebe

Technische Ausstattung prüfen:

  • Moderne Messgeräte der neuesten Generation
  • Kalibrierte Instrumente mit gültigen Prüfzertifikaten
  • Vollständige Ausrüstung für mehrere Verfahren
  • Backup-Geräte für unterbrechungsfreie Arbeit


Zertifizierungen und Qualifikationen:

  • Sachkundenachweis für Leckortungsverfahren
  • Herstellerschulungen für eingesetzte Geräte
  • Mitgliedschaft in Fachverbänden
  • Versicherungsschutz für Schäden


Erfahrung und Referenzen:

  • Mindestens 5 Jahre Branchenerfahrung
  • Referenzen ähnlicher Projekte
  • Dokumentierte Erfolgsquote
  • Kundenbewertungen und Empfehlungen

 

Angebotsbewertung und Kostenvergleich

Vollständige Angebote enthalten:

  • Detaillierte Beschreibung der geplanten Verfahren
  • Transparente Kostenaufstellung
  • Zeitplan und Durchführungsdauer
  • Garantie auf Ortungsergebnis


Warnsignale bei Angeboten:

  • Pauschalpreise ohne Besichtigung
  • Garantie auf 100%ige Leckfindung
  • Dumpingpreise unter Marktdurchschnitt
  • Fehlende Dokumentation der Ergebnisse


Kostenvergleich richtig durchführen:

  • Vergleichbare Leistungsumfänge gegenüberstellen
  • Anfahrtskosten und Nebenkosten berücksichtigen
  • Nacharbeiten und Garantieleistungen einbeziehen
  • Gesamtkosten statt nur Grundpreise bewerten

 

Ablauf und Zusammenarbeit optimieren

Vorbereitung für den Ortungstermin:

  • Freien Zugang zu allen relevanten Bereichen schaffen
  • Baupläne und Leitungsverläufe bereitstellen
  • Vorherige Reparaturen und Schadensereignisse dokumentieren
  • Stromversorgung für Messgeräte sicherstellen


Kommunikation während der Durchführung:

  • Erklärung der angewandten Verfahren verlangen
  • Zwischenergebnisse besprechen lassen
  • Dokumentation der Messpunkte einfordern
  • Alternative Vorgehensweisen diskutieren


Ergebnisdokumentation:

  • Detaillierte Messprotokolle mit Lageplänen
  • Fotodokumentation der Leckstellen
  • Empfehlungen für Reparaturmaßnahmen
  • Digitale Übermittlung aller Unterlagen


Eine professionelle Bauphysik-Beratung kann zusätzliche Expertise für komplexe Schadensfälle bieten.

 

FAQ

Wie genau ist die Leckortung im Detail?
Moderne Verfahren lokalisieren Lecks auf 10-30 cm genau. Elektroimpuls-Verfahren erreichen bei optimalen Bedingungen Genauigkeiten von 5-15 cm. Die Präzision hängt von Verfahren, Umgebungsbedingungen und Leckgröße ab.

Können alle Lecks zu 100% gefunden werden?
Nein, etwa 5-10% der Lecks bleiben unentdeckt aufgrund baulicher Hindernisse, ungünstiger Umgebungsbedingungen oder sehr kleiner Leckagen. Kombinierte Verfahren erhöhen die Erfolgsquote auf über 95%.

Wie lange dauert eine professionelle Leckortung?
Standardfälle benötigen 2-3 Stunden, komplexe Situationen 4-8 Stunden. Die meisten Lecks werden binnen eines Tages identifiziert. Vorbereitungsarbeiten und Anfahrt sind zusätzlich einzuplanen.

Was kostet Leckortung im Notfall?
Notdienst-Zuschläge betragen 50-100% der normalen Kosten. Wochenend- und Feiertagszuschläge kommen hinzu. Gesamtkosten liegen dann bei 400-1.200€ für Standardfälle.

Welches Verfahren ist am zuverlässigsten?
Das hängt vom Anwendungsfall ab. Elektroimpuls-Verfahren sind bei Flachdächern am zuverlässigsten, Tracergas bei Rohrleitungen. Kombinierte Verfahren bieten die höchste Sicherheit.

Kann man Leckortung selbst durchführen?
Nein, professionelle Ausrüstung und Fachkenntnisse sind unerlässlich. Consumer-Geräte erreichen nicht die nötige Präzision und Fehlinterpretationen sind häufig.

Wann ist Leckortung nicht möglich?
Bei extremen Witterungsbedingungen, unzugänglichen Bereichen oder wenn bauliche Gegebenheiten alle Verfahren unmöglich machen. In 5-10% der Fälle sind alternative Lösungen nötig.

Übernimmt die Versicherung die Kosten?
Oft ja, wenn die Leckortung zur Schadensbegrenzung dient. Präventive Ortung wird meist nicht erstattet. Vorab-Klärung mit der Versicherung ist empfehlenswert.

Wie schnell sollte man nach Wasserschaden handeln?
Sofort, idealerweise binnen 24-48 Stunden. Jeder Tag Verzögerung erhöht Folgeschäden exponentiell und kann Schimmelbildung verursachen.

Welche Unterlagen braucht der Leckortungs-Techniker?
Baupläne, Leitungsverläufe, Informationen zu vorherigen Reparaturen und Schadensereignissen. Je mehr Vorinformationen verfügbar sind, desto effizienter wird die Ortung.

Kann Leckortung Schäden am Gebäude verursachen?
Bei professioneller Durchführung sind Schäden extrem selten. Zerstörungsfreie Verfahren hinterlassen keine Spuren. Seriöse Anbieter haben entsprechende Versicherungen.

Wie oft sollte präventive Leckortung durchgeführt werden?
Bei Flachdächern alle 3-5 Jahre, bei älteren Rohrleitungen alle 5-10 Jahre. Risikogebäude oder kritische Anlagen erfordern häufigere Kontrollen.

 

Fazit

Leckortung im Detail erfordert die richtige Methodenwahl basierend auf Leckage-Typ, baulichen Gegebenheiten und Kostenrahmen. Elektroimpuls-Verfahren dominieren bei Flachdächern, Tracergas-Methoden bei Rohrleitungen und akustische Ortung bei druckführenden Systemen. Die Kombination mehrerer Verfahren maximiert die Erfolgsquote bei komplexen Fällen.

Investition in professionelle Leckortung amortisiert sich durch vermiedene Folgeschäden, die oft das 10-50fache der Ortungskosten betragen. Standardkosten von 200€ bis 600€ stehen Sanierungskosten von 5.000€ bis 50.000€ gegenüber.

Nächste Schritte:

  1. Sofortige Beauftragung bei akuten Wasserschäden binnen 24-48 Stunden
  2. Angebote vergleichen von mindestens 2-3 zertifizierten Fachbetrieben
  3. Verfahrenswahl basierend auf den Kriterien aus diesem Leitfaden treffen
  4. Präventive Kontrollen alle 3-5 Jahre für kritische Gebäudebereiche planen
  5. Dokumentation aller Ergebnisse für Versicherung und spätere Referenz

 

Die moderne Leckortung im Detail bietet zuverlässige Lösungen für 90-95% aller Fälle. Bei den verbleibenden schwierigen Situationen führen kombinierte Verfahren oder alternative Ansätze zum Erfolg. Professionelle Durchführung und realistische Erwartungen sind der Schlüssel für optimale Ergebnisse.

 

References

[2] Leckortung 201226 – https://www.sanitaer.org/magazin/leckortung-201226

Inhaltsverzeichnis

Nahaufnahme eines GANN Hydromette-Feuchtigkeitsmessgeräts, das für die Wasserschadenortung unerlässlich ist, mit Digitalanzeige, Zifferblatt und angebrachter Sonde vor einem dunklen Hintergrund.
Ein Nass-/Trockensauger, eine Verlängerungskabeltrommel und eine orangefarbene Tauchpumpe für die Wasserschadenortung stehen auf einem Flachdach mit freiliegendem Abdichtungsmaterial. Im Hintergrund raucht an einem bewölkten Tag ein Stahlwerk.
Eine Person in einem marineblauen Hemd benutzt ein elektronisches Gerät zur Wasserschadenortung neben einer Badewanne mit Handbrause, modernem Wasserhahn und Handtuch in einem Badezimmer.